docs(lessons): instrument-before-refactor when two hypotheses imply opposite hard-to-reverse fixes (v3.3.91)

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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@ -159,3 +159,9 @@
**Fix:** `fs.openSync`/`readSync`/`closeSync` → `fs.promises.open` + `await fh.read` + `await fh.close()`. Byte-Äquivalenz mit Hash-Vergleich über alle Chunk-Grenzfälle verifiziert (volle/partielle/multi-Chunk/1-Byte) BEVOR geshipped — ein Chunk-Read-Bug = korrupter Upload, deshalb Pflicht-Verifikation, nicht „sieht richtig aus". Separater Fix: rotation-retry + suspect-alternate progressCb in upload-manager.js feuerten `_emitProgress` (sync `emit` + frischer Object-Spread) bei JEDEM Stream-Chunk (hunderte/s/Job) — der 250-ms-`lastEmitTime`-Gate des Primary-Path fehlte. Gate gespiegelt (activeEntry-Mutation bleibt ungated für Stats/Speed-Monitor, nur der emit ist gegated). **Fix:** `fs.openSync`/`readSync`/`closeSync` → `fs.promises.open` + `await fh.read` + `await fh.close()`. Byte-Äquivalenz mit Hash-Vergleich über alle Chunk-Grenzfälle verifiziert (volle/partielle/multi-Chunk/1-Byte) BEVOR geshipped — ein Chunk-Read-Bug = korrupter Upload, deshalb Pflicht-Verifikation, nicht „sieht richtig aus". Separater Fix: rotation-retry + suspect-alternate progressCb in upload-manager.js feuerten `_emitProgress` (sync `emit` + frischer Object-Spread) bei JEDEM Stream-Chunk (hunderte/s/Job) — der 250-ms-`lastEmitTime`-Gate des Primary-Path fehlte. Gate gespiegelt (activeEntry-Mutation bleibt ungated für Stats/Speed-Monitor, nur der emit ist gegated).
**Regel:** Wenn der User eine konkrete Mechanik vermutet („er updatet alle Zeilen gebündelt"), die Mechanik MESSEN bevor man sie fixt — nicht der Plausibilität folgen. Die Messung kann die Hypothese widerlegen UND den echten Verursacher woanders aufdecken (hier: nicht Renderer-DOM, sondern sync-fs im Upload-Datapfad). „Laggy bei moderater CPU" (40%/8 Kerne = ein Kern bei 100%) zeigt auf Main-Thread-Sättigung/sync-Blocking, NICHT auf DOM-Amplifikation. Bei Daten-Pfad-Fixes (Upload-Bytes) immer Byte-Äquivalenz beweisen, nicht nur Tests grün. **Regel:** Wenn der User eine konkrete Mechanik vermutet („er updatet alle Zeilen gebündelt"), die Mechanik MESSEN bevor man sie fixt — nicht der Plausibilität folgen. Die Messung kann die Hypothese widerlegen UND den echten Verursacher woanders aufdecken (hier: nicht Renderer-DOM, sondern sync-fs im Upload-Datapfad). „Laggy bei moderater CPU" (40%/8 Kerne = ein Kern bei 100%) zeigt auf Main-Thread-Sättigung/sync-Blocking, NICHT auf DOM-Amplifikation. Bei Daten-Pfad-Fixes (Upload-Bytes) immer Byte-Äquivalenz beweisen, nicht nur Tests grün.
**Discriminator nicht vergessen:** Mit der echten User-Config (parallelCount 2×5 Hoster ≈10 gleichzeitig) sind „100 gleichzeitig" nur erreichbar wenn die Parallel-Counts hochgedreht wurden — sonst sind „100" die QUEUE-Größe, nicht concurrent. Nach dem Ship dem User die Unterscheidungsfrage stellen (Lag clouddrop-spezifisch? Parallel-Counts erhöht?), statt blind Sieg zu erklären — bei echter High-Concurrency bräuchte es ein Concurrency-Cap / Worker-Prozess, keinen Mikro-Fix. **Discriminator nicht vergessen:** Mit der echten User-Config (parallelCount 2×5 Hoster ≈10 gleichzeitig) sind „100 gleichzeitig" nur erreichbar wenn die Parallel-Counts hochgedreht wurden — sonst sind „100" die QUEUE-Größe, nicht concurrent. Nach dem Ship dem User die Unterscheidungsfrage stellen (Lag clouddrop-spezifisch? Parallel-Counts erhöht?), statt blind Sieg zu erklären — bei echter High-Concurrency bräuchte es ein Concurrency-Cap / Worker-Prozess, keinen Mikro-Fix.
## 2026-06-21 — Zwei lebende Hypothesen mit GEGENSÄTZLICHEN Fixes: instrumentieren statt per Elimination refactoren (v3.3.91)
**Kontext:** Discriminator beantwortet — Lag ist TRUE high-concurrency (User fährt 50+ gleichzeitig, Counts hochgedreht), nicht clouddrop. Ich wollte einen Mess-Workflow starten, um „inherent TLS → Worker" zu belegen.
**Die Falle (Advisor hat geblockt):** Der Workflow hätte die JS-Kosten (schon weitgehend als billig gemessen) nur RE-bestätigt und dann „TLS → Worker" per ELIMINATION geschlossen — derselbe Renderer-Rate-Fehler eine Ebene höher. Den credential-tragenden Upload-Core (throttle/rotation/abort/progress) auf Eliminations-Schluss umzubauen ist genau „measure-before-build" verletzt. ZWEI Hypothesen leben und brauchen GEGENSÄTZLICHE Fixes: (A) Main-Thread CPU-blockiert (TLS/crypto/sync) → Event-Loop stallt → Cap/Worker helfen; (B) Main-Thread fein aber IO-STARVED (libuv-Threadpool/Sockets) → Loop bleibt responsiv, Uploads stauen nur → Worker sind VERSCHWENDET, Config fixt es. Ich konnte im Sandbox die echte 50-fach-TLS-Last nicht messen → also hätte JEDER Sandbox-Bench die falsche Antwort per Elimination geliefert.
**Regel:** Wenn zwei Hypothesen gegensätzliche, teure/schwer-reversible Fixes implizieren UND du die entscheidende Größe im Sandbox nicht messen kannst — baue das MESSINSTRUMENT in die echte App, nicht den Fix. Hier: `perf_hooks.monitorEventLoopDelay` im Main-Prozess, geloggt während Uploads (reine Zahlen → keine Redaktions-Oberfläche). Hohe mean/p99 → CPU-blockiert → Worker gerechtfertigt; niedrige Delay während Uploads stauen → IO-bound → Worker verschwendet, Threadpool/Sockets ist der Hebel. Die Zahl entscheidet die ganze Architektur und blockiert nicht. Den Worker/Child-Process-Refactor NIE off-sandbox per Elimination shippen — erst die echte-App-Zahl + explizites User-OK (hart reversibel, fasst Credentials/Abort/Rotation an).
**Billigster konkreter Verdächtiger zuerst (reversibel, kein Refactor):** `UV_THREADPOOL_SIZE` Default 4 — alle Uploader speisen undici aus `fs.createReadStream` + DNS getaddrinfo durch denselben Pool → 50 concurrent vs 4 Threads = harter Cliff bei kleiner Connection-Zahl = exakt „ab X connections". Auf 64 (erste Zeile vor require('electron'), libuv liest beim Lazy-Init; Threads on-demand → 64-Max kostet nichts wenn ungenutzt). EINE Env-Var testet die Hypothese mit null Risiko. Windows-Eigenheit dabei gefunden: getaddrinfo wird vom Windows-DNS-Client-Service serialisiert → die DNS-Hälfte des Cliffs ist auf Windows maskiert (fs-Read-Hälfte profitiert trotzdem) — weiterer Grund, warum nur die echte-App-ELD-Zahl zählt, nicht der Sandbox-Bench.