# Offene Entscheidungen für dich (Audit-Loop 2026-06-17) Diese zwei Punkte habe ich BEWUSST nicht autonom „gefixt", weil jede Lösung einen Produkt-/Geschmacks-Kompromiss enthält, den du entscheiden solltest, nicht ich. Beide sind verifiziert (Code-Zitat + Szenario), nur die Richtung ist deine Wahl. --- ## 1. Failover-Kappung durch globalen 60-Sekunden-Timeout (HIGH) **Was passiert (belegt):** `download-manager.ts` baut EINEN Timeout fürs gesamte Unrestrict: ``` const unrestrictTimeoutSignal = AbortSignal.timeout(getUnrestrictTimeoutMs()); // 60s const unrestrictedSignal = AbortSignal.any([active.abortController.signal, unrestrictTimeoutSignal]); ``` Dieses EINE Signal geht an die komplette Provider-Kette in `debrid.ts`. Die 60s sind also ein Budget für ALLE Provider zusammen, nicht pro Provider. Wenn Provider 1 (z.B. Mega-Web mit Account-Queue) das Budget verbraucht, dann sieht Provider 2 ein bereits abgelaufenes Signal → `debrid.ts` wertet den Abbruch als „kein Failover" und wirft, ohne Provider 2 echt zu versuchen. **Aktuell weitgehend latent:** Seit v1.7.214 wird die API zuerst probiert (schneller Pfad), Mega-Web ist nur noch Fallback. Das Szenario „langsamer Provider 1 hungert Provider 2 aus" trifft in der Produktion derzeit selten. Deshalb dokumentiert statt dringend gefixt. **Deine Entscheidung — zwei Richtungen (gleiche Spannung, andere Seite):** - **A) Pro-Provider-Timeout:** Jeder Provider bekommt sein eigenes frisches Budget. Failover bekommt IMMER einen echten Versuch. *Kosten:* Worst-Case-Wartezeit pro Item steigt. Das Budget ist dabei ein DREHregler, kein fixer Wert: 60s/Provider = bis 180s Worst-Case (3 Provider), 30s/Provider = bis 90s usw. Du akzeptierst langsameres Worst-Case-pro-Item für vollständigeres Failover — und stellst über den Pro-Provider-Wert ein, wie viel langsamer. - **B) Globales Budget behalten, aber Slice für Failover reservieren:** Provider 1 wird auf z.B. 35s gedeckelt, damit garantiert Zeit für Provider 2 bleibt. *Kosten:* Ein legitim langsamer Provider 1 (Mega-Web-Account-Queue bis ~90s) wird früher abgeschnitten → mehr Failover, auch wenn Provider 1 noch erfolgreich gewesen wäre. Kernfrage, die nur du beantworten kannst: **Wie lange darf ein Item bei einem langsamen aber funktionierenden Provider hängen, bevor wir ihn zugunsten des nächsten aufgeben?** --- ## 2. Gespiegelter Mega API/Web-Schalter (HIGH, in Runde 3 als 2/3 bestätigt) **Was passiert (belegt):** Die Mega-Debrid API- und Web-Account-Zeilen teilen sich EINE login-only Enable-Flag (`hasMegaDebridCredentials` gilt für beide; die Pro-Modus-Auswahl läuft über `isMegaDebridModeEnabled(settings, "api"|"web")`). Dein Report: „API ausschalten schaltet Web an" — weil der Schalter sich spiegelt. **Warum ich es NICHT autonom geändert habe:** - Daten-Modell-Fix (echte unabhängige Flags) braucht eine Settings-Migration, die deaktivierte Accounts versehentlich re-aktivieren könnte. - Die saubere UI-Variante (zwei echte unabhängige Schalter) ist ein Layout-Redesign — und du bist UI-Geschmack-sensibel; das will ich nicht ungefragt umbauen. **Deine Entscheidung:** Ein gemeinsamer Schalter (API+Web zusammen an/aus, klar beschriftet) ODER zwei unabhängige Pro-Modus-Schalter (mehr Kontrolle, aber UI + Migration nötig)? --- ## Erledigt in dieser Runde (zur Info, kein Handlungsbedarf) - **Stille Datei-Beschädigung beim Resume nach Verbindungsabbruch behoben (für Dateien mit bekannter Größe):** Wenn ein Debrid-Server beim Abbruch einen kleinen Fehler-Müll-Block mitten in den Datenstrom schreibt und das genau im LETZTEN Wiederhol-Versuch passierte, blieb dieser Müll in der Datei und der anschließende Neuversuch (mit frischem Link) hängte die echten Bytes DAHINTER an — die Datei hatte am Ende exakt die richtige Größe und galt deshalb als fertig, obwohl mittendrin Müll steckte. Bei .mkv/.mp4 ohne Prüfsumme fiel das nie auf. Jetzt wird der verdächtige Datei-Schwanz vor der Linkerneuerung zurückgespult, sodass der Neuversuch ihn sauber überschreibt. Rot-bewiesener Test (Inhalt byte-genau geprüft, nicht nur die Länge). Ehrlich eingeordnet: Das ist behoben für Dateien, bei denen der Anbieter die Größe meldet (fast immer der Fall). Für die seltenen Fälle ganz ohne Größenangabe bleibt eine separate, schon vorher bestehende Lücke (ohne Längensignal nicht über dieses Rückspulen lösbar) — dokumentiert als langfristiges Thema. - Zusätzlich gehärtet: Ein fehlgeschlagenes Zurückspulen (z.B. Datei kurz von Virenscanner gesperrt) wird jetzt im nächsten Versuch erneut probiert statt still übergangen. - **Deutsche Tonspur: falsche Spur-Auswahl behoben (Datenverlust-Schutz):** Die Erkennung der deutschen Tonspur hat den Titel-Text einer Spur („...German...") auch dann ausgewertet, wenn die Spur bereits ein anderssprachiges Tag hatte (z.B. eine englische Spur mit „German" im Titel, wie „German Commentary"). Lag so eine Spur VOR der korrekt mit „ger" getaggten Spur, wurde die falsche (englische) behalten und die echte deutsche Spur beim Remux unwiderruflich verworfen — das Ergebnis wurde als Erfolg gemeldet. Jetzt wird der Titel nur noch dann herangezogen, wenn gar kein Sprach-Tag vorhanden ist (so war es ohnehin gemeint). Korrekt getaggte deutsche Spuren gewinnen jetzt immer. Rot-bewiesener Test. (Noch nicht released — wird mit der nächsten Runde gebündelt.) - **Endlos-Wiederholung bei festem Wiederholungslimit behoben:** Wenn du ein FESTES Retry-Limit (z.B. 5) eingestellt hattest UND ein Link sprunghaft verschiedene Fehlerarten produzierte (mal Umwandlungs-Timeout, mal Abbruch mitten im Download, mal allgemeiner Fehler), konnte ein Eintrag in einer Endlosschleife hängen: eine interne „Viele-Fehler"-Pause halbierte die Zähler, sodass das eingestellte Limit nie erreicht wurde — der Eintrag scheiterte nie, blockierte dauerhaft einen Download-Slot und hämmerte den Anbieter (weil dabei auch die Anbieter-Sperre zurückgesetzt wurde). Jetzt wird das von dir eingestellte Limit hart eingehalten: nach N Versuchen scheitert der Eintrag sauber. Standard-Einstellung („unendlich", der Auslieferungs-Default) war nie betroffen. Rot-bewiesener Test. - **Mega „bis Tagesreset gesperrt" parkt jetzt wirklich (statt alle 2 min neu zu versuchen):** Wenn ALLE Mega-Accounts wegen wiederholt leerer Antworten bis zum Tagesreset geparkt waren, hat das Tool den Fehler bisher als normalen Umwandlungsfehler behandelt und den ganzen Tag alle ~2 Minuten neu probiert (und dabei den Provider-Circuit-Breaker mit Fehlern vollgemüllt). Jetzt erkennt es den Park und legt das Paket EINMAL bis zum Tagesreset schlafen — genau das, was der „bis Tagesreset"-Park eigentlich erreichen sollte. Bei Standard-Einstellungen heilte sich das vorher schon um Mitternacht selbst (kein Datenverlust), war aber unnötige Log-Flut und Churn. Rot-bewiesener Test. - **MED Failover-Routing:** Wenn ein Provider in den Manager-Cooldown läuft (≥20 Fehler in Folge) und auto-Fallback an ist, hat der Manager bisher zwar einen Ersatz-Provider berechnet, ihn aber WEGGEWORFEN — die Kette führte trotzdem wieder mit dem ausgebremsten Provider an. Jetzt wird der Ersatz-Provider als „Lead" durchgereicht und die Kette führt mit ihm an, OHNE einen Provider zu verlieren (der ausgebremste bleibt als letzter Notnagel in der Kette). Greift nur, wenn der Provider bereits nachweislich degradiert ist → strikt-besser-wenn-aktiv, kein Timeout/Cancel-Vertrag berührt. Rot-bewiesener Test. (Hält für Roll-up-Release bereit.)